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Schule im Überblick



Die Schule im Sand ist eine kombinierte Grund- und Werkrealschule mit -2011/12- etwa 530 Schülern in 26 Klassen. Sie wurde 1959 als erste Stadtteilschule in Bietigheim neu gebaut und seitdem mehrmals auch baulich den veränderten Anforderungen angepasst. In der zweizügigen Werkrealschule, in der dreizügigen Grundschule und der Kernzeitenbetreuung werden die Schüler von 58 Lehrern, einer Sozialpädagogin, drei pädagogischen Assistenten und Erzieherinnen pädagogisch begleitet und betreut.
Die Schule im Sand wird in der Werkrealschule als gebundene Ganztagsschule geführt, in der Grundschule gibt es derzeit einen verbindlichen Ganztag für die Klassen 3+4. Grundschüler können darüber hinaus zwischen 7.10 Uhr und 17.00 Uhr durchgängig betreut werden. Das bedeutet:
Montags bis donnerstags, von etwa 7.30 Uhr bis 16.00 Uhr und freitags von 7.30 – 13.00 verbringen Kinder und Jugendliche zwischen 6 und 16 Jahren bei uns einen Großteil ihrer Zeit. In der 2007 gebauten Mensa werden täglich abwechslungsreiche Mittagsgerichte und Snacks frisch von einem Gastwirt gekocht und angeboten. In unregelmäßigen Abständen erwartet Schüler, Eltern und Freunde ein reichhaltiges Frühstücksbüfett.
Arbeitskreise aus engagierten Eltern und Lehrern kümmern sich neben den weit über Bietigheim hinaus bekannten Aktivitäten des Freundeskreises der Schule im Sand (Schul-Förderverein) um die kontinuierliche Verbesserung der Spiel- und Freizeitangebote und der Schulwegsicherheit.
In enger Zusammenarbeit mit der Schulsozialarbeit ist neben der schulischen Ausbildung die Persönlichkeitsentwicklung durch Kommunikationstraining, vielfältige Bewegung und erlebnispädagogische Angebote ein Schwerpunkt unserer Arbeit – ganz nach unserem Leitmotiv: „Fit und Fair“.


Die Grundschule


Ein Ziel unserer Grundschule ist es, dass jedes Kind zu einem Zeitpunkt eingeschult wird, an dem es sozusagen „nahtlos“ in die Schule hineinwachsen kann. Dazu arbeiten unsere Kooperationslehrerinnen so eng wie möglich mit den Erzieherinnen der Kindergärten und den Eltern zusammen, lange bevor der entscheidende erste Schultag – im September oder im Februar- kommt. Auch beim Übergang zwischen Eingangsstufe (früher Klasse 1+2) und Aufbaustufe (Klasse 3+4) wird im Gespräch zwischen Eltern und Lehrern über den besten Zeitpunkt entschieden. Damit wollen wir vermeiden, dass Brüche in der Lernentwicklung oder häufige Misserfolge die Lernfreude der Kinder schon zu diesem frühen Zeitpunkt nachhaltig stören. Alle über den verpflichtenden Unterrichtsbereich hinaus verfügbaren Lehrerstunden werden zur individuellen Förderung der Kinder verwendet – sei es durch zusätzliche Begleitung während des Unterrichts oder in speziellen Förderbandgruppen, z.B. im Bereich Lesen, Rechtschreiben, in der Sprachförderung, im Mathematisieren, Sachrechnen oder zur Verbesserung der Körperkoordination. Im Förderband Plus werden Kinder, die ihre Begabung in der Regelklasse noch nicht angemessen entwickeln können, intensiv betreut. Vielfältige ehrenamtliche AGs und Kooperationen mit Sport- und Musikvereinen sowie der Musikschule Bietigheim runden das Angebot für die Grundschüler ab.


Die Werkrealschule


In der Werkrealschule sorgen Jahrgangsteams zusammen mit Sozialpädagogin und pädagogischen Assistenten dafür, dass die Schüler ein umfassendes Betreuungsangebot vorfinden. Da die wenigsten Schüler freiwillig bei uns sind und sich die meisten auch nach außen gegen vielfältige Vorurteile behaupten müssen, legen wir Wert darauf, dass die Schüler im Unterricht durch intensive Begleitung und Förderung Erfolgserlebnisse erzielen können.
Wir erwarten von allen Schülern in allen Fächern, dass sie ihr Bestes geben. Aber wir akzeptieren auch die Grenzen, die ihnen durch ganz unterschiedliche persönliche Erfahrungen gesetzt werden und geben ihnen immer wieder eine neue Chance.
Im gebundenen Ganztagesbetrieb findet alles Schulische auch an der Schule statt: Täglich vor Beginn des eigentlichen „Unterrichts“ und mehrmals am Nachmittag sind Übungsphasen fest in den Stundenplan eingebaut, die von den Klassenlehrern oder Fachlehrern selbst betreut werden.
Kurse und Neigungsgruppen sowie unkonventionelle Lösungen in Zusammenarbeit mit Vereinen ermöglichen im sportlichen und musischen Bereich, dass persönliche Vorlieben berücksichtigt werden. Neben dem Mittagsangebot in der Mensa laden das Lesezimmer, der Billard- und Tischkicker-Raum, Computerräume, Spiele-Zimmer, Sporthalle und Kleinspielfeld zur Freizeit- und Pausengestaltung ein.
Gerade weil unseren Schülern schlechte Aussichten in der Arbeitswelt vorhergesagt werden, legen wir allergrößten Wert auf eine systematische Berufswegeplanung ab Klasse 5. Dazu gehören technische und hauswirtschaftliche Pflicht- und Wahlkurse oder Erfahrungen im Frühstücksbetrieb und Pausenverkauf genauso wie regelmäßige Arbeitsplatzerkundungen, ein Kennenlern-Wochentags-Praktikum in Klasse 7, berufsspezifische Blockpraktika in Klasse 8, und häufigere 3-5-tägige (freiwillige) Praktika in Klasse 8-10. Bewerbungstraining, Schullaufbahn-Beratung und individuelle Unterstützung bei der Ausbildungsplatzsuche (durch Lehrer-Team, Jobcoach und Schul-Sozialpädagogin) sind weitere schulische Schwerpunkte in den Klassen 8-10.
Ambitionierten Schülern steht die zehnte Klasse mit dem Ziel der Mittleren Reife offen. Auch hierbei werden sie im vertrauten Rahmen von engagierten Lehrern eng begleitet.


Eltern in der Schule


Jede Schule braucht die enge Zusammenarbeit mit dem Elternhaus. Wir laden deshalb alle Eltern ein zu regelmäßigen Gesprächen mit den Lehrern. Sollten Kinder morgens nicht in der Schule ankommen, erfolgt eine telefonische Rückfrage – kein Kind soll unterwegs verloren gehen. In der Werkrealschule erfahren Eltern über das Studienzeitbuch wöchentlich, woran ihr Kind gerade arbeitet. Das Studienzeitbuch eignet sich auch gut zum schriftlichen Austausch zwischen Lehrern und Eltern.
Selbstverständlich freuen wir uns stets über Eltern, die über einen längeren Zeitraum aktiv am Schulleben teilnehmen können und sich z.B. im Freundeskreis, an einem der Arbeitskreise zur Schulentwicklung, mit einem AG-Angebot oder als Leseeltern und bei Fördermaßnahmen beteiligen.


Beratung und Hilfe


Bei drohenden Problemen ist uns Beratung wichtig. Jede Lehrerin und jeder Lehrer sowie die täglich anwesende Sozialpädagogin sind ansprechbar für persönliche Probleme von Schülern und Eltern. Darüber hinaus hat die Schule in den vergangenen Jahren ein Netzwerk aufgebaut zusammen mit Mitarbeitern der Jugendförderung und Jugend- und Familienhilfe, mit Beratungs- und Fördereinrichtungen und Jugend-Sachbearbeitern der Polizei. Wir arbeiten eng zusammen mit der Berufsberatung des Arbeitsamtes und vielen Firmen im Bereich der Stadt Bietigheim.


Stand 2011
gez. Steigelmann
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